Chip online veröffentlicht seit langer Zeit eine Liste der meist gedownloadeten Programme.
Da sich bei Chip-Online zu einem großen Teil Windows-Nutzer tummeln, ist solch' eine Liste gar keine schlechte Möglichkeit, andere Betriebssysteme mal auf die Programmvielfalt zu überprüfen
- Antivir
- VLC
- WinRAR
- Windows Live Messanger
- Ccleaner
- Adobe Reader
- DirectX
- Firefox
- AVG Anti-Virus
- Free Tube to MP3 Converter
Das ist die aktuelle (08.05.2008) Top-Downloadliste von Chip-Online. Jetzt das vielleicht überraschende: Alles was diese Tools können, kann Ubuntu auch. Doch einige Tools sind auch gar nicht notwendig. Antivir, AVG Anti-Virus und der Ccleander sowie DirectX werden unter Ubuntu gar nicht benötigt. Sie sind schlicht überflüssig. Zwar gibt es von Antivir auch eine Fassung die unter Ubuntu & Co ohne Emulatoren laufen sollte, jedoch dienen Virenscanner unter Linux-Systemen in der Regel dazu Windows-Viren zu finden. Viren für Linux-basierende Systeme sind in der Praxis, noch nie in erwähnenswerter Form vorgekommen. DirectX ist eine Schnittstelle für Windows. Bei Ubuntu fällt die einfach unter den Tisch. Der Emulator Wine, mit dem man unter Linux-Systemen Windowsprogramme ausführen kann, ist jedoch auch in der Lage DirectX zu ersetzen.
VLC und Firefox gibt es direkt als „Linux“-Version. Mit Freunden die dem Windows Live Messanger nutzen kann man auch per Pidgin reden. Pidgin gibt es sowohl für Ubuntu & Co als auch für Windows. Der Adobe Reader kann – je nach Version – emuliert werden. Oder man nimmt den Dokumentenbetrachter der fast bei jeder modernen Linux-Distribution auch PDFs lesen kann. OpenOffice kann schon „out of the box“ PDFs exportieren. Bei Word aus dem Hause Microsoft musste man dies immer erst durch diverse Tools nachrüsten.
Nun es bleibt der Free Tube to MP3 Converter übrig. Hier kenne ich kein eigentsändiges Programm. Doch für Firefox, Opera und andere Browser gibt es Plugins mit denen man die Funktion des Programms nachrüsten kann.
Daraus schließe ich: Viele Nutzer die Windows wegen der
vermeintlich „notwendigen“ Programmen nutzen, können ohne ernste Probleme auf Ubuntu umsteigen. Gerade betagteren Rechnern kann man so vielleicht die Lebenszeit verlängern.