Paul hat diese Woche seine recht erflogreiche Blogparade
ausgewertet. In der Blogparade ging es größtenteils um die Frage welches System man zum bloggen einsetzt und wie viel Zeit man investiert. Teilgenommen haben größtenteils kleinere Blogs, die mit Wordpress laufen. Mein Blog gehört neben vier anderen zu den wenigen Blogs die
S9Y nutzen. Das ist ein sehr kompaktes, aber keineswegs primitives System.
Gleichviel oder gleichwenig Blogger nutzen Dienste bei denen man Blogs kostenlos online stellen kann. Deswegen werde ich in den kommenden Wochen mir ein paar Free-Blog-Dienste vorknüpfen und diesen ein klein wenig auf den Zahn fühlen. Welchen Dienst kann ich beispielsweise einen unerfahrenen Computernutzer wirklich empfehlen? Welche Kentnisse sind notwendig?
Den Anfang macht das Blog-Urgestein
Blogger, dass inzwischen eine weitesgehend deutsche Oberfläche hat - aber auch zum Google-Imperium gehört.
Um überhaupt etwas zu Blogger sagen zu können, musste ich mich ersteinmal anmelden. Die Anmeldung ist recht einfach. Lediglich eine Email-Adresse wird an persönlichen Daten benötigt. Das ist schön und nett. Ich musste jedoch ein paar mal die erste Seite fast komplett neu ausfüllen, da das Captcha mehr oder weniger unlesbar war.
Was sollte das bedeuten "thingit" war es jedenfalls nicht. Die folgenden Captchas waren ähnlich unleserlich, bei dem vierten klappte es schließlich.
Die Templates für die einzelnen Blogs hingegen sind wirklich gut gelungen. Wenn jemand die Farbwahl stören sollte, so kann er diese ohne weitere HTML oder CSS-Kenntnisse abändern. Schwieriger wird es wenn die Hintergrundgrafik durch eine andere erstetzt werden soll. Hier muss der angehende Blogger selbst in der Template-Datei herumspielen. Diese besteht aus einer einfachen HTML-Datei mit einem eingebetteten CSS-Teil. Ob Änderungen in dieser Datei immer gelingen und Fehlversuche glimpflich ausgehen, mag dahingestellt sein. Immerhin besteht die Möglichkeit alles wieder rückgängig zu machen, ohne Inhalte zu verlieren. Eine Möglichkeit, die verschiedenen Versionen zwischen zu speichern, fehlt allerdings.
Der Bilderupload hingegen überzeugt. Man kann ganze 1024MB (entspicht 1GB) hochladen. Die Bilder können von Blogger automatisch skaliert werden. Dadurch entfällt das lästige skalieren auf dem PC. Einzige Voraussetzung hierfür ist eine einigermaßen schnelle Internetverbindung. Die Einbindung in den Beitrag ist auch äußerst einfach. Man sucht sich eine der drei Standard-Skalierungen aus. Anschließend kann man entscheiden ob das Bild in der Mitte, am rechten Rand oder links erscheinen soll. Sollte man keine der Standard-Vorgaben wünschen, so kann man diese immerhin im HTML-Modus ändern.
Fazit: Ganz ohne HTML, ganz ohne jegliche Computerkenntnisse kommt man auch bei Blogger nicht sehr weit. Seidenn man findet sich mit dem absoluten Standard gut zurecht. Selbst dann produziert man keine validen HTML-Dokumente. Schuld daran sind die nicht ganz so sauberen Templates und der Editor. So meldet der HTML-Validitor des
W3C für einen Beitrag des
Test-Blogs ganze 67 Fehler und Empfehlungen.
Das mag nicht weiter tragisch sein. Doch unübersichtlicher und schlecht strukturierter Quelltext, führt zusammen mit WYSIWYG-Editoren schnell zu unerwünschten Ergebnissen.
Für Einsteiger bietet Blogger einen guten, werbefreien Service mit dem Anfänger schnell zu ansehnlichen Ergebnissen kommen können. Ein wenig Kreativität und Engagement vorausgesetzt kann mit Blogger den einen oder anderen schönen Blog erstellen.
Vielleicht möchte hier der eine oder andere Nutzer von Blogger.com die Vorteile oder Nachteile auflisten? Vielleicht der
Blogspot-Blogger ein paar Vor- und Nachteile von Blogger.com aufgelistet.