Fotobuch.de erweiterte gerade pünktlich zur Weihnachtszeit das Angebot. Nun hat man bei Fotobuch.de die Kalender entdeckt und auch Fotoleinwände werden auf der
Webseite nicht gerade dezent angepriesen. Man mag von Fotobuch.de halten was man will, doch auch der größte Fan wird sich eingestehen müssen, dass dies alles nicht wirklich neu ist.
Zu begrüßen hingegen ist die Tatsache, das nun auch Macintosh-User eine spezielle Software von der Seite downloaden können. Vor einem Jahr hieß es da noch Win-User only, womit man vermutlich nicht nur hart eingesessene Apple-Fans verschreckte. Ein Grund mehr um sich mal etwas genauer nach verschiedenen Anbietern für Fotobücher umzusehen.
Dabei sind es gerade die Apple-Fans die sich für Fotografie und anliegende Themen interessieren. Kein anderes Betriebssystem hat einen so künstlerisch-kreativen Userstamm wie Apple mit seinem aktuellen OSX, auch wenn es durchaus auch kreative Menschen gibt die andere Betriebssysteme einsetzen. Wer glaubt durch die Wahl des Betriebssystems seine kreativität fördern zu können, sollte sich einmal über sein Künstlerleben gedanklich klar werden. Deshalb stellt sich die Frage weshalb Linux und Co. so schrecklich von Fotobuchbindern vernachlässigt werden.
Geht es hier wirklich um Kreativität und Kundenkreise? Eher nicht. Vielmehr geht es um die technischen Möglichkeiten überhaupt Fotobücher erstellen zu können. Das geht im großen und ganzen mit allen Betriebsystemen, ein paar ohne grafische Oberfläche mal ausgenommen.
Nun bieten jedoch nicht alle Anbieter Software für jedes erdenkliche Betriebssystem an, sondern meist für eine gut überschaubare Anzahl: Eins. Soweit können auch Erstklässler zählen, lustigerweise kommen auch einige Anbieter von Fotobüchern nicht viel weiter. Meist beschränkt sich die Auswahl auf zwei Betriebsysteme (Windows und MAC OSX) und Nutzer anderer Systeme schauen in die Röhre. Ein paar bekannte Beispiele für diese Angebotskonstellation sind fotobuch.de und Myphotobook. CEWE-Fotobuch setzt als Betriebsystem Windows voraus. Wer einen dieser Anbieter nutzen will muss emulieren und daher Programme wie "Wine" bemühen. Immerhin schafft es Fotobuch-xxl auch eine "Linux-Version" anzubieten, so scheint es zumindest. Das Programmpaket richtet sich jedoch direkt an Ubuntu-Nutzer, was jedoch erst bei den Installationsanweisungen klar wird. Somit dürfte die Installation unter anderen Distributionen schwer werden, wenn auch nicht unbedingt unmöglich.
Doch es bleiben noch ein paar nicht ganz so elegante Möglichkeiten ein Fotobuch unter "anderen" Betriebssystemen zu gestalten. Man kann das Buch mit einem beliebigen Programm gestalten und dann als JPEG oder PDF exportieren. Der Anbieter bindet das ganze dann als Buch, ohne das man seine Software nutzen muss.
Dieses System bietet beispielsweise Pixelspeed an:
Sie produzieren mit Ihrem Layoutprogramm ein PDF-Dokument und übertragen es über den PDF-Druckservice an unser Digitaldruckzentrum. Mit dem PDF-Druckservice steht das Pixelspeed-Angebot somit auch Mac- und Linux-Anwendern zur Verfügung.
Weniger schön, doch immerhin noch recht funktional Pixopolis bietet seinen Kunden an JPEGs als Buch zu binden. Ebenfalls erfreulich. Es tut sich inzwischen etwas für die Unterstützung anderer Betriebssysteme, auch wenn dies eher wenig beachtet wird und langsam von statten geht.
Leider müssen Linux-User tiefer als Windows-User in die Tasche greifen, die Anbieter die sich fast Systemunabhängig nutzen lassen verlangen etwa 25% mehr. Ob die Druckqualität und Freiheit bei der Wahl des Betriebssystems es wert sind muss jeder selbst entscheiden. Ein paar Hürden sind jedoch für Linux-Nutzer mehr zu überwinden, die Nutzer werden bei der Wahl der Gestaltungsprogramme völlig alleine gelassen. Da kann man Gimp oder Scribus nutzen, aber auch viele andere und damit kann man auch kreativ sein und braucht sich keinen Kopf um technische Hürden machen.